Bericht über Treffen der Europäischen Kommission (Generaldirektion Binnenmarkt) und Vertretern von FremdenführerInnen in Brüssel

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen!

shapeimage_2ich darf Ihnen in diesem Branchennewsletter einen Bericht über das Treffen der Europäischen Kommission (EK), Generaldirektion Binnenmarkt, und Vertretern der Fremdenführerbranche Anfang Juni in Brüssel übermitteln.

An dieser Stelle möchten wir unseren Kolleginnen Mag. Susanna Oberfercher und Petra Bacher, sowie Dr. Linke vom Wirtschaftsministerium im Namen der gesamten Kollegenschaft unseren herzlichen Dank ausdrücken. Sie haben bereits im Vorfeld viel Zeit in die Vorbereitung auf dieses Treffen investiert.

Der Lohn dafür war einmal mehr ein sehr professionelles Auftreten der österreichischen Delegation bei der EK. Es konnte der heimische Qualitätsanspruch in der Gästebetreuung wesentlich untermauert werden.

Die gute Zusammenarbeit zwischen dem Fachverband und dem Ministerium wird auch in Zukunft für den Berufstand sehr wichtig sein.

Die genauere Information entnehmen Sie bitte dem angefügten Bericht.

Wir bitten die Branchensprecher und Geschäftsführer in den Bundesländern Ihre Mitglieder entsprechend zu informieren.

 

Astrid Legner                          Matthias Koch
Branchensprecherin              Geschäftsführer FV Freizeit-/Sportbetriebe


 

Bericht über ein Treffen der Europäischen Kommission (EK), Generaldirektion Binnenmarkt und Vertretern von FremdenführerInnen in Brüssel, am 4. Juni 2015

 

Bildschirmfoto 2015-06-17 um 13.42.44Die Vertreterinnen Österreichs, Frau Mag. Linke, BM Wirtschaft, Petra Bacher (auf Einladung der Europäischen Kommission) und Mag. Susanna Oberforcher (Budget des Fachverbandes) waren eingeladen zum informellen Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedsländern und vor allem auch zum Informationsaustausch mit der Europäischen Kommission, Generaldirektion Binnenmarkt. Diskussionssprache war Englisch, die gesamte Sitzung wurde mitgeschnitten.

Hintergrund ist die Richtlinie der EU über die gegenseitige Anerkennung der Berufsqualifikationen. Diese Richtlinie versucht nach dem Prinzip des Neoliberalismus, möglichst viele Regulierungen abzuschaffen, um dadurch zu mehr Wirtschaftswachstum und Beschäftigung zu gelangen. Bereits in unserem schriftlichen Bericht, den der Fachverband in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium erstellt hatte, wurde darauf hingewiesen, dass die Deregulierung zu keinen zusätzlichen Arbeitsplätzen führen würde. Ebenfalls hingewiesen wurde auf die Tatsache, dass seit 2001 der Anstieg der FremdenführerInnen 41% betrug. Eine Zahl, die veranschaulicht, dass der Zugang zum Beruf des Fremdenführers nicht behindert wird.

In der EU gibt es 12 Länder, die eine Reglementierung für FremdenführerInnen haben. (neben Österreich, Zypern, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Italien, Litauen, Malta, Rumänien, Slowakei, Spanien und Slowenien).

Seitens von deregulierten Ländern wird der Reglementierung oft nicht viel Verständnis entgegen gebracht, erst Beispiele aus der Praxis bewirken dann doch ein besseres Verstehen. Im Übrigen hatte Österreich mit Petra Bacher und Susanna Oberforcher die zwei einzigen Vertreterinnen, die tatsächlich aus der Praxis berichten konnten.

In Ländern, die nie eine Regulierung hatten, etwa Großbritannien, scheint der Markt ganz gut zu funktionieren, in Ländern, die ihre Regulierung abgeschafft haben, etwa in der Tschechischen Republik (2008) ist man teilweise nicht sehr zufrieden, mit der herrschenden Situation (es gibt keinerlei Kontrolle, wer wen wann und wie in der Altstadt führt und es blüht die Schattenwirtschaft).

Interessant ist auch, dass alle Länder die keine Reglementierung haben, zumindest ein freiwilliges Zertifizierungssystem in den unterschiedlichsten Ausprägungen haben. Einigermaßen überraschend war, dass Deutschland für eine komplette Deregulierung auf EU-Ebene eintritt.

Das gute Verhältnis und die Zusammenarbeit zwischen Fachverband und dem Wirtschaftsministerium ist sehr wichtig für eine möglichst gute Vertretung der Interessen der FremdenführerInnen, wie sie bei diesem Treffen der EU-Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission erforderlich war.

 

Mag. Susanna Oberforcher                Petra Bacher
Wien, im Juni 2015

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