Kurz gesagt: In der Wachau sollten Sie Stift Melk, das Städtchen Dürnstein mit seiner Burgruine und dem blauen Kirchturm, die Weinorte Spitz und Weißenkirchen sowie die Altstadt von Krems sehen. Ein Tag reicht für die Höhepunkte mit Schiff, Bus oder Rad, zwei bis drei Tage für Wanderungen und Weinverkostungen. Am schönsten ist die Wachau zur Marillenblüte im Frühling und zur Weinlese im Herbst.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Die Wachau ist der Abschnitt des Donautals zwischen Melk und Krems in Niederösterreich. Steile Weinterrassen, Burgruinen, Klöster und alte Winzerorte prägen die Landschaft, die seit 2000 als UNESCO-Welterbe geschützt ist. Wien liegt nur rund eine Autostunde entfernt.
Stift Melk
Das Benediktinerstift thront auf einem Felsen über der Donau und ist eines der bedeutendsten Barockklöster Europas. Jakob Prandtauer gestaltete den Neubau im 18. Jahrhundert. Besonders sehenswert sind die Stiftskirche, die Bibliothek und die Terrasse mit Blick ins Tal.
Dürnstein
In der Burg oberhalb des Ortes wurde der Überlieferung nach der englische König Richard Löwenherz 1192 und 1193 gefangen gehalten. Der blau-weiße Turm der Stiftskirche ist eines der bekanntesten Fotomotive Österreichs.
Spitz, Weißenkirchen und Aggstein
Spitz liegt am Fuß des Tausendeimerbergs, dessen Name an die reiche Weinernte erinnert. Weißenkirchen besitzt eine mittelalterliche Wehrkirche. Am gegenüberliegenden Ufer erhebt sich die Burgruine Aggstein, um die sich Sagen von Raubrittern ranken.
Krems und Stein
Krems ist das östliche Tor der Wachau, mit einer gut erhaltenen Altstadt, dem Steiner Tor und der Kunstmeile mit mehreren Museen. Gegenüber auf einem Hügel liegt Stift Göttweig, das "österreichische Montecassino".
Wie viel Zeit?
- 1 Tag: Stift Melk, Schifffahrt nach Dürnstein und ein Spaziergang durch Krems.
- 2 Tage: zusätzlich Spitz, Weißenkirchen, eine Weinverkostung und die Ruine Aggstein.
- 3 Tage und mehr: Etappen auf dem Welterbesteig, eine Radtour am Donauradweg und Stift Göttweig.
Beste Reisezeit
Ende März oder im April verwandelt die Marillenblüte die Hänge in ein weiß-rosa Blütenmeer, der genaue Zeitpunkt hängt vom Wetter ab. Im Juli reifen die Wachauer Marillen. Von September bis Oktober ist Weinlese, viele Heurige öffnen und die Weingärten färben sich golden. Im Winter ist die Wachau still und viele Betriebe machen Pause, daher ist die Saison von April bis Oktober am besten geeignet.
Tipps für Ihren Besuch
- Schiff und Rad kombinieren: Fahren Sie mit dem Schiff flussabwärts und radeln Sie zurück, oder umgekehrt. Fahrräder lassen sich in vielen Orten leihen.
- Mit der Rollfähre übersetzen: Die kleinen Fähren zwischen den Ufern, etwa bei Spitz, sind ein Erlebnis für sich.
- Weinbezeichnungen kennen: Die Wachauer Winzer unterscheiden Steinfeder, Federspiel und Smaragd, vom leichten bis zum kräftigen Wein.
- Marillen probieren: Ob als Marmelade, Likör oder Marillenknödel, die Wachauer Marille ist eine geschützte Spezialität.
Mit Guide entdecken
Ein staatlich geprüfter Guide verbindet Klöster, Burgen, Weinbau und Sagen zu einem stimmigen Tag und organisiert die passende Reihenfolge von Schiff, Bus oder Rad:
- Wachau: Melk, Dürnstein & Krems
- Stift Melk & Donau
- Dürnstein: Löwenherz und blauer Turm
- Wachau Radtour
- Marillen, Wein und Dürnstein
Für Familien gibt es den Wachau-Familientag: Burgen, Fähre und Marillen.
Häufige Fragen zur Wachau
Wo liegt die Wachau?
In Niederösterreich, entlang der Donau zwischen Melk und Krems, rund eine Autostunde westlich von Wien.
Kann man die Wachau als Tagesausflug von Wien besuchen?
Ja, das ist der Klassiker. Mit Bus oder Bahn nach Melk, mit dem Schiff nach Dürnstein oder Krems und zurück nach Wien lässt sich an einem Tag gut schaffen.
Wann ist die Marillenblüte in der Wachau?
Meist Ende März bis Mitte April, je nach Witterung. Die Blüte dauert nur wenige Tage bis rund zwei Wochen.
Welche Weine kommen aus der Wachau?
Vor allem Grüner Veltliner und Riesling von den Terrassenlagen. Die Wachau zählt zu den renommiertesten Weißweingebieten Europas.
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